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Das Institut zum Studium von Buddhismus und Dialog der Religionen mit Hauptsitz in Salzburg widmet sich der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Lehre des Buddha in allen Erscheinungsformen, insbesondere mit den in Europa repräsentierten Traditionen und Ausformungen, sowie der Theorie und Praxis der Begegnung dieses europäischen Buddhismus mit anderen Ausdrucksformen von Religionen und Weltanschauungen im dialogischen Prozess.
Die Vereinsarbeit basiert auf religiöser Ethik, insbesondere auf den Säulen von Gewaltlosigkeit, Mitgefühl und universeller Verantwortlichkeit. Im Sinne der Prinzipien des tätigen Mitgefühls unterstützen wir nach Kräften Menschenrechts- und Sozialprojekte. Zur Unterstüthzung dieses Zwecks wurde 2014 der "Friedrich Fenzl Sozial Fonds" gegründet.

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INTERRELIGIÖSE BEGEGNUNG

 Oh glücklich, wer noch hoffen kann, aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen!

J. W.
Goethe

Das 21. Jahrhundert, das Phänomene wie Globalisierung, Migration, Klimawandel, E-commerce, Bildungsnotstand, Finanzkrise, Rohstoffkrise, Vertrauenskrise und Weltethos zu Kernbegriffen einer neuen Weltsicht gemacht hat, lässt noch deutlicher, als je zuvor zu Tage treten, dass es nur eine Menschheitsfamilie auf diesem sonnenbeschienenen Erdenrund gibt.

 So, wie ein langsames Erwachen Platz greift, dass Menschen und Mitwelt ein untrennbares Ganzes bilden und es selbstschädigend ist, sich die Erde durch Versklavung und Vernichtung ,untertan’ zu machen, so beginnt auch langsam die Erkenntnis zu dämmern, dass Unterdrückung und Ausbeutung; Verletzung und Tötung von Menschen durch Menschen kein Spiel ist, das einen Gewinner kennt.

 Jeder Tag, der zum Loslassen von irrigen Vorstellungen, Habgier und Hass führt und uns überkommene Rezepte aufgeben lässt, mit denen wir den eigenen Nutzen durch die Schädigung anderer zu erreichen wähnen, ist ein gewonnener Tag, ist ein Tag der Verwirklichung des Wahren Menschen (真正的人)

So unterschiedlich die Religionen der Welt auch sein mögen, so beziehen sie doch alle das belebende und erfrischende Wasser, das den verstrickten Menschen auf den befreienden Weg zur Wahrheit führt, aus der Quelle des letztlich Überbegrifflichen und Unbegreiflichen. Ihr Durst nach Name und Form bringt ihnen Trennung und Verwirrung.

Wer bereit ist, diese quasi zu eigenem Fleisch und Blut gewordenen Schöpfungen loszulassen, kann dem wahren, ungeteilten Menschsein am besten dienen.

Das schafft Raum für Begegnung der Menschen der einen Familie. Das schafft einen Schulterschluss zum gemeinsamen Wahrnehmen und Leben von Verantwortung.

Der Interreligiöse Dialog, der auch zugleich ein interkultureller Dialog und ein Dialog der Geschlechter ist, kann den Prozess des Erkennens, der Übung und Verwirklichung des Weges zum Wahren Menschen fruchtbar begleiten. Es kann dies nur ein Weg sein, der von Verständnis, Unterstützung, Freundschaft, Zusammenarbeit und Mitfreude gekennzeichnet ist.

Mitglieder der Buddhistischen Gemeinschaft Salzburg engagieren sich seit drei Jahrzehnten für das Zustandekommen von interreligiösen Begegnungen und pflegen den interreligiösen Dialog im Bewusstsein seiner unverzichtbaren Bedeutung für die Schaffung und Bewahrung von menschenwürdigen und heilsamen Lebensumständen für die kommenden Generationen.

Wir sind uns bewusst, wie schwierig, aber auch lohnend, wie konfliktreich, aber auch verbindend, wie fordernd aber auch förderlich dieser Dialog ist und sein wird. Auch ist er in den eigenen Reihen keinesfalls unumstritten oder frei von skeptischer Hinterfragung.

 In zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen in Stadt und Land Salzburg, in größeren Arbeitskreisen gemeinsam mit Christen, Muslimen, Juden, Baha'i, Hindus und Sikhs, aber auch im kleinen Rahmen des Buddhistischen Zentrums, in katholischen Pfarrgemeinden, Synagogen, Moscheen und Versammlungsräumen des Landes haben sich Buddhistinnen und Buddhisten um das Verstehen und Verstandenwerden bemüht, das uns zu vertrauensvollen Brüdern und Schwestern macht, die gemeinsam Verantwortung tragen können für die gesamte Familie in schwieriger Zeit.

 

 

Mehr Information zu Grundlagen und Zielen des ISBD

Information zum Buddhismus I
Information zum Buddhismus II
Dreifache Zuflucht
Buddhistisches Bekenntnis

 

 

 
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In Dankbarkeit gedenken wir unseres Mitbegründers und Vorstandsmitglieds
Myoshin Friedrich Fenzl (1932-2014)

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