30 Jahre Buddhismus in Salzburg

19. und 20. Mai 2007/2551

Bericht

Das Fest zum 30-Jahr Jubiläum, das unter dem Ehrenschutz von Landeshauptfrau Burgstaller und Bürgermeister Schaden stand, ließ am Samstag, 19. Mai 2007 eine große Anzahl von Gästen und Freunden im Kulturzentrum Gnigl in Würdigung des besonderen Anlasses zusammenkommen. Das Erscheinen von Vertretern der lokalen Medien sorgte dann noch für einen publizistischen Niederschlag in den folgenden Tagen.

Als die Hauptvortragenden des Abends, der Ehrwürdige Bhante Seelawansa Mahathero und die Ehrwürdige Maeji Brigitte neben der Statue des meditierenden Buddha auf der Bühne des wunderschön geschmückten Saales Platz genommen hatten, lud ein dreifacher Gong die 140 Gäste zu einem besonderen Abend.

Nachdem der Vorsitzende der Buddhistischen Gemeinschaft Salzburg, Mag. Krammer, der durch den Abend führte, die Anwesenden eingeladen hatte, für einige ruhige Atemzüge bei sich und in der Gemeinschaft anzukommen, vertiefte das getragene Spiel der Shakuhachi, vorgetragen durch Thilo Burdach die meditative und konzentrierte Atmosphäre des Abends.

Im Namen der Ehrengäste richteten der Gnigler Pfarrer Richard Schwarzenauer und der Vorsitzende der Salzburger Isrealitischen Kultusgemeinde, Hofrat Marko Feingold ihre freundschaftlich berührenden Grußworte, getragen vom Engagement für gemeinsame Werte an die Versammelten.

Mit großer Aufmerksamkeit wurde den vorgelesenen Grußworten gefolgt, durch die der österreichische Bundspräsident Dr. Heinz Fischer, die Präsidentin der Europäischen Buddhistischen Union, Mdm. Claudine Shinoda und der Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft, Herr Gerhard Weißgrab ihre Wertschätzung von drei Jahrzehnten ehrenamtlicher Gemeinschaftsarbeit würdigten.

Allen Suchenden gewidmet war Franz Schuberts "Der Wanderer an den Mond", vorgetragen durch den Gesangslehrer an der Universität Mozarteum, Mag. Wolfgang Fuchsberger. An die Symbolik des Mondes anknüpfend, ging Mag. Krammer in seiner Festrede auf die steinigen Anfänge des Salzburger Buddhismus in der Mitte der 1970er Jahre ein und beleuchtete das stetige und nachhaltige Wachstum der Anhängerschaft des Buddhaweges in der an spiritueller Geschichte reichen Stadt.

Neben dem stetig größer werdenden Kreis von Buddhismus-Interessierten wurden auch die seit den 1990er Jahren einsetzende qualitative Vertiefung des Studiums und der Praxis des Buddhismus, das soziale Engagement und die Mitarbeit auf dem Gebiet des Interreligiösen Dialogs hervorgehoben. Für ihr Lebenswerk gewürdigt wurden die verdienstvollen Buddhismus-Pioniere Myoshin Friedrich Fenzl und Prof. Dr. Edmund Frühmann, die Ehrenpräsidenten der Buddhistischen Gemeinschaft Salzburg.

Die Klänge der Bambusflöte leiteten über zum Hauptreferat des Abends, das Bhante Seelawansa Mahathero unter das Motto "Buddhistische Weisheit und Mitgefühl für die globale Gesellschaft" gestellt hatte. Eingeleitet durch die in klassischem Pali vorgetragenen Verehrung 'Namaskara' und die alle verbindende Zuflucht 'Tisarana' verband Bhante das Thema mit dem Erleben des Alltags und unsere dabei gemachten Erfahrungen. Seine teilweise humorvollen Ausführungen und Einladungen zur selbstkritischen Betrachtung lösten zustimmendes Lächeln aus.

Nach der Pause war die Sonne endlich bereit, den Raum dem Beamer freizugeben. Nach einer kurzen Vorstellung der einzelnen buddhistischen Praxisgemeinschaften durch ihre Repräsentanten konnte der Videobeamer endlich die vorbereiteten Darstellungen der Gruppen und ihrer Aktivitäten (bedauerlicherweise allerdings ohne die unterlegte Musik) abspielen. Vorgestellt wurden die im Buddhistischen Zentrum Lehenerstraße 15 wirkenden Gemeinschaften "Theravada Gruppe Salzburg - Buddhistische Praxis im Alltag", die Gruppe "Zen-Do Salzburg", die Gruppe "Intersein Salzburg" und die Schwesterorganisation "Intersein Laufen-Oberndorf" und "Jodo Shinshu Salzburg". Danach wurde das "Begegnungszentrum ShinDo" von "Jodo Shinshu Bad Reichenhall" vorgestellt, das Buddhistische Zentrum "TDC - Thekchen Dho.ngag Choeling" in Hallein-Taxach und die seit 1990 aktive Gruppe "Karma Kagyü Salzburg", die das Buddhistische Zentrum Linzergasse 27 führt.

Zum Abschluss kam die im thailändischen Buddhismus fest verankerte, aber aus dem Tennengau stammende buddhistische Nonne Maeji Brigitte mit einem Vortrag zum Thema "Frauen und Buddhismus" zu Wort. Sie war es auch, die den Festabend mit einer traditionellen "Metta-Meditation" zum liebevollen und gütigen Umgang mit sich selbst und allen Wesen dieser Welt zu einem würdigen Abschluss brachte.

 

Das anschließend wartende Buffet aus thailändischer Küche, köstlich vorbereitet vom Cateringservice der "Siam-Galerie" diente der Stärkung für die anschließend stattfindenden Gespräche unter alten Freunden und neuen Bekannten.

 

Am Sonntag, 20. Mai 2007 fand in den vier Buddhistischen Zentren der Region ein "Tag der Offenen Tür" statt, der von mehreren dutzend Interessierten besucht wurde.

 

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